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Was ich wirklich will – und was ich dafür tun muss

Alles ist möglich

Heute wird es persönlich – ich möchte Euch ein paar Sachen von mir erzählen, was mich antreibt, wo ich hin möchte und wie ich versuche, meinen Weg zu finden. Ende letzten Jahres steckte ich in einem Job fest, der mich nicht mehr glücklich machte. Natürlich habe ich mich auch gefragt: “Muss das denn sein? Muss mich meine Arbeit wirklich glücklich machen?” Viele Leute würden das wahrscheinlich mit nein beantworten, weil sie Job und Privatleben strikt trennen. Aber ich kann das nicht. Etwas, worein ich so viele Stunden in der Woche investiere, muss mich zumindest zufrieden stellen und es muss für mich irgendeinen Sinn machen. Außerdem ist es in meinem Beruf als Journalistin schwierig, das Eine vom dem Anderen zu trennen – denn Kreativität funktioniert nur, wenn ich mich täglich inspiriert und irgendwie berührt fühle. Und obwohl es mir nicht leicht fiel, meine lieben Kollegen zu verlassen und aus dem sicheren Nest der Festanstellung heraus zu flattern, wusste ich, dass es langsam Zeit wurde.

Im Dezember schrieb ich mir eine Bucket List für die nächsten fünf Jahre und wie ich da so rauf schaute, wurde mir bewusst, dass ich all diese Wünsche innerhalb meines derzeitigen Berufes nicht würde verwirklichen können. Was auf dieser Liste steht? Es sind die verschiedensten Dinge. Zum Beispiel möchte ich einmal in Myanmar meditieren, ein Steak in Argentinien essen, irgendwo auf der Welt ein Auto kaufen, ein paar Monate in New York leben. Außerdem möchte ich meinem kleinen Neffen etwas beibringen, was er noch nicht kann. Und einmal ein Dinner für zehn Leute kochen. Manche dieser Wünsche lassen sich sicher auch in einem “geregelten Leben” erfüllen, aber ich spürte immer mehr: Ich muss noch mal raus, ich muss neue Wege ausprobieren.
Und so habe ich entschieden, meine Festanstellung sausen zu lassen und habe mich im März in die Selbstständigkeit gestürzt. Ob ich Angst hatte? Klar – hab ich immer noch, aber das gehört irgendwie dazu und treibt mich gleichzeitig an.

Ich hatte das Glück, dass ich schnell einige Aufträge bekam, unter anderem einen spannenden Job, bei dem ich gerade regelmäßig dreimal die Woche bin. Doch schnell kam wieder dieser pochende Gedanke: Bin ich jetzt nicht schon wieder in einem Hamsterrad? Wollte ich nicht eigentlich auf Reisen gehen und frei sein? Ja, das war der Plan – und genau den nehme ich jetzt in Angriff. Heute bin ich zu meiner Chefin gegangen und habe ihr von meinem Vorhaben erzählt und sie gefragt, ob ich nicht auch aus der Ferne für sie arbeiten kann. Sie hat ihre Entscheidung noch nicht getroffen und möglicherweise wird es nichts und dann stehe ich ohne meine Haupteinnahmequelle da. Aber es fühlt sich so gut an, für seine Wünsche einzustehen und sich einfach zu trauen. Ich glaube, wir verschenken viel zu oft ganz großartige Chancen, weil wir Angst haben, andere zu enttäuschen oder ihren Erwartungen nicht gerecht zu werden. Dabei geht es doch eigentlich nur darum, dass wir das tun, was uns glücklich macht.

Für mich geht es nun also bald wieder los – im Herbst nach Südostasien und im Januar nach Neuseeland. Ich bin schon so aufgeregt, wie das mit dem Arbeiten in der Ferne funktioniert, wie ich Job, Reisen, Freiheit und Verpflichtung unter einen Hut bekomme. Und wisst ihr, was das Schönste an allem ist? Dass ich einige meiner Wünsche, die ich seit letztem Jahr hege, endlich erfüllen kann – weil ich mich ganz bewusst dafür entscheide, welches Leben ich leben möchte.

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2 Kommentare

  1. Hi Henrietta, ich wollte dir nur kurz sagen, dass ich das ganz toll finde!!! Viel Glück und schreib alles auf :)

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