Neueste Artikel

Liebster Award

Fragen und Antworten – meine Nominierung für den Liebster Award

Ιch wurde nominiert! Und das gleich zweimal! Wofür? Für den Liebster Award, der von Bloggern für Blogger ins Leben gerufen wurde und dafür sorgt, dass kleine Blogs bekannter werden können. Das finde ich natürlich großartig und bin sofort dabei. Es geht auch ganz einfach: Sabrina von boots & backpacks und Jana und Fjodor von Hamburger Weltentdecker, die mich nominiert haben, stellen mir Fragen und ich antworte – so könnt ihr mich auch gleich noch ein bisschen besser kennen lernen. Im Anschluss nominiere ich einige Blogger-Kollegen, die wiederum 11 Fragen beantworten, die ich Ihnen stelle. Ganz einfach also! Nun aber erstmal viel Spaß mit meinen Antworten.

Die Fragen von Hamburger Weltentdecker

Allein, zu zweit oder in einer Gruppe reisen? Warum?
Allein sehr gerne, weil ich dabei immer sehr zu mir selber finde. Zu zweit finde ich auch super, weil man alles teilen kann. Verreisen in der Gruppe finde ich tendenziell eher anstrengend.

Morgen gehts los! Wohin würdest du jetzt gerne reisen?
Nach Bali. Zum Ausspannen, Arbeiten und Abschalten. Und ich würde so gerne wieder Fres Tea, den besten Eistee der Welt, trinken.

Muss ein Fön ins Reisegepäck?
Auf gar keinen Fall. Ich habe aber auch sehr dünnes Haar, das schnell trocknet.

Reisen kostet. Was ist dein Spargeheimnis?
Wenig Klamotten kaufen (klappt nicht immer), im Supermarkt saisonal und nach Angeboten auswählen. Ich bin ehrlich gesagt kein Sparfuchs, ich liebe es, essen zu gehen oder guten Kaffee zu trinken. Aber ich versuche, mir nur die Dinge zu kaufen, die ich wirklich brauche.

#travelfood! Was war dein kulinarisches Reisehighlight?
In New York habe ich jedes Mal neue Food-Highlights. Diese Stadt ist durch ihre Internationalität so vielseitig, was die Kulinarik angeht. Meine aktuellen Favoriten: Dosas auf der Upper West Side, Äthiopisch bei der Columbia University und Korean BBQ in Korea Town.

Wie sieht es mit Sport unterwegs aus? Yay or Ney?

Ich nehme mir immer wieder vor, total viel Yoga zu machen, klappt aber bisher so mittelmäßig gut.

Deine längste Reise dauerte… und ging nach… ?
Sie dauerte knapp vier Monate und ging nach Bali, Australien, Neuseeland, Kalifornien und New York.

Warum teilst du deine Erlebnisse auf einem Blog?
Ich arbeite als Journalistin und schreibe dementsprechend eh schon viel. Wenn Du für einen Verlag oder einen Auftraggeber schreibst, bist Du aber nie ganz frei. Auf meinem Blog kann ich genau über die Themen berichten, die mir am Herzen liegen und habe dabei alle Freiheit der Welt.

Was sagt dein Blog-Logo über dich aus?
Mein Logo enthält einen Pfeil. Warum? Wegen dieser Weisheit: “An arrow can only be shot by pulling it backward. So when life is dragging you back with difficulties, it means that it’s going to launch you into something great. So just focus, and keep aiming!”

Kann man größere Abenteuer auch mit Kindern erleben?
Ich denke schon. Noch habe ich keine und sie sind auch nicht in Planung, aber es gibt immer wieder gute Beispiele, dass man auch mit Kindern lange und weit reisen kann. Kinder sind so anpassungsfähig, dass man sie eigentlich überall mit hinnehmen kann.

Du bist in Thailand und hast noch 4.000 Bäht (ca. 100€). Was machst du?
Roller mieten, zum Strand fahren, Bootstour und danach richtig lecker am Strand essen. Übernachtet wird dann ausnahmsweise in einem schicken Yoga-Resort.

Fragen von boots & backpacks

Mit welcher historischen Persönlichkeit würdest du gern in einem Fahrstuhl feststecken und warum gerade mit dieser?
Goethe! Ich bin ja Literaturwissenschaftlerin und Goethe war immer mein Favorit unter den klassischen Dichtern. Und außerdem sagt man ja, dass er ganz schön wild drauf war – mit dem wird’s im Fahrstuhl bestimmt nicht langweilig.

Wenn du jetzt in diesem Moment irgendwo auf der Welt sein könntest, wo wäre das?
Bali! Warum? Siehe oben!

Welchen Blog liest du am liebsten?
Puh, das ist schwer. Zur Zeit stöbere ich gerne auf Pink Compass und Modern Hippie, weil Carina und Eve viele Themen behandeln, die mich gerade sehr beschäftigen.

Südamerika oder Afrika, was reizt dich reisetechnisch mehr?
Südamerika – ich war noch nie da und will als erstes unbedingt nach Argentinien.

Was ist das Außergewöhnlichste, das du jemals unterwegs gegessen hast? Hat’s geschmeckt?
Ich habe auf Bali mal an einem Straßenstand etwas gegessen, was ich optisch nicht zuordnen konnte. Aber ein balinesischer Freund hatte es bestellt und ich wollte nicht unhöflich sein. Es war irgendetwas vom Tier in einer Art Curry – die Konsistenz war merkwürdig aber nicht eklig. Bis heute weiß ich nicht, was es war, ich tippe aber auf Eingeweide. Es hat eigentlich auch nicht schlecht geschmeckt, allerdings war mir die ganze Nacht lang schlecht.

Welches Buch hat dich bisher am meisten bewegt/beeinflusst?

Gottes Werk und Teufels Beitrag von John Irving. Das war das erste Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe und ich liebe seine Werke. Nur weil diese meist in Maine spielen, bin ich dort hingereist.
Und ich liebe Tschick von Wolfgang Herrendorf – ich kann das Buch einfach immer wieder lesen und entdecke jedes Mal neue Lebensweisheiten darin.

Bier, Wein, Wasser, Tee, Kaffee?
Außer Bier mag ich alles. Kaffee brauch ich definitiv täglich.

Was würdest du deinem 16 jährigen Selbst sagen, wenn du könntest?
Entspann Dich – es wird schon alles gut.

Gibt es ein ultimatives Ziel in deinem Leben?
Ich brauche kein Lebensziel – das ist viel zu viel Druck. Ich setze mir meine Ziele Jahr für Jahr und egal ob ich sie erreiche oder nicht, am Ende zählt nur, dass ich glücklich bin.

Was wünscht du dir von dir selbst?
Gelassener zu werden und mehr darauf vertrauen, dass alles kommt wie es soll. Das übe ich gerade und bisher klappt es ganz gut.

So, und hiermit nominiere ich folgende Blogger:

Kati von Cruising Campers

Anna und Vanessa von The Travelogue

Tatiana von The Happy Jetlagger

Anna von Bogey Blog

Ihr dürft mir folgende Fragen beantworten:

1. Warum hast du mit dem Bloggen angefangen?

2. Welches Buch liest du gerade?

3. Wohin geht Deine nächste Reise?

4. Welche Eiscremesorte isst Du am liebsten?

5. Wofür in Deinem Leben bist du am Dankbarsten?

6. Wann musstest Du dich auf Reisen mal so richtig überwinden?

7. Welche Eigenschaft oder welches Talent hättest Du gerne?

8. Was vermisst du am meisten, wenn Du nicht zu Hause bist?

9. Was würdest Du sofort in Deinem Leben ändern, wenn Du wüsstest, dass es keine negativen Konsequenzen hat?

10. Wer sind Deine Instagram-Lieblinge?

11. Was wünscht Du Dir von 2015?

Und hier noch kurz die Spielregeln:

Bedanke Dich bei dem Blogger, der Dich nominiert hat und verlinke ihn im Artikel.
Beantworte die 11 Fragen.
Denke dir selber 11 Fragen aus.
Wähle Newcomer-Blogs aus, die du nominieren möchtest.
Teile den jeweiligen Bloggern mit, dass du sie nominiert hast.

Viel Spaß!

Teile den Post mit Deinen Freunden!
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone
Weltlust, Heimweh

Reiseleid: Jeder hat mal Heimweh

Reisen ist das, was ich liebe, was mich glücklich macht und antreibt. Und manchmal finde ich Reisen so richtig scheiße. Wirklich jetzt? Ja, wirklich. Manchmal ist das Reisen für mich nervenaufreibend, anstrengend und frustrierend. Dann wünsche ich mich nach Hause in mein Bett, wo ich mir die Decke über den Kopf ziehen kann und wo mich keiner nervt. Ich glaube, jeder Reisende kennt solche Momente – und statt sich selbst vorzugaukeln, dass immer alles total super laufen muss, darf man auch ruhig mal zugeben, wenn es einem schlecht geht.

Warum es ok ist, Heimweh zu haben

Fernweh ist mir sehr viel bekannter als Heimweh. Wenn ich zu lange zu Hause bin, zieht mich alles in die Ferne. Das kann richtig körperlich weh tun. Aber ganz manchmal, wenn ich lange auf Reisen bin, dann kenne ich auch Heimweh. Dieses Gefühl, in der Fremde allein zu sein. Dann möchte ich einfach nur von meiner Mama in den Arm genommen werden oder mit meinen Mädels Kaffee trinken und mich über irgendeinen Quatsch totlachen. Ich mag es sehr, alleine zu sein, meistens genüge ich mir vollkommen. Doch wenn man wochenlang von einem Ort zum nächsten reist, nie irgendwo länger als ein paar Tage bleibt und neue Menschen immer nur oberflächlich kennen lernt, dann fehlt einem die Vertrautheit der Heimat.

Am schlimmsten ist es für mich, wenn es meinen Freunden oder meiner Familie nicht gut geht – und ich nicht für sie da sein kann. Dann verfluche ich jede Stunde Zeitverschiebung, jeden Kilometer, der zwischen uns liegt und jede langsame Internetverbindung. Was man gegen dieses verdammt gemeine Heimweh machen kann? Nicht viel, ganz ehrlich. Heimweh kommt und es geht auch wieder, meist schon nach wenigen Stunden oder am nächsten Morgen. Mir hilft es immer sehr, an meine Liebsten zu schreiben. Briefe, Emails, Facebook-Messages. Nachrichten, in denen ich den Menschen zu Hause mal wieder sage, wie lieb ich sie habe und wie wichtig sie für mich sind. Die Worte nieder zu schreiben hilft mir, meine Emotionen zu ordnen und den Schmerz in Dankbarkeit umzuwandeln. Was noch gut tut? Heulen. Manchmal muss einfach alles raus.

So schlimm so ein Heimweh mal sein kann, so froh bin ich doch darüber. Denn das ist für mich ein Zeichen, wie wichtig mir trotz aller Reiselust meine Familie und Freunde sind, wie wichtig mir die Heimat ist. Manchmal läuft man beim Reisen die Gefahr, seine Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, aber für mich ist es wichtig, ein festes Fundament zu haben, auf dem meine ganzen wilden Abenteuer aufbauen. Das Heimweh zeigt, dass es immer einen, nein, viele Gründe gibt, nach Hause zu kommen. Es macht das Wiederkommen noch schöner und verleiht mir auf jedem Rückflug ein kleines Kribbeln der Vorfreude im Bauch.

Teile den Post mit Deinen Freunden!
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone
Delhi, Indien

5 Dinge, die Du in Indien machen solltest

Zug fahren

Zwischen romantischem Luxus-Express-Zug und verkehrstechnischem Super-Gau – Zugfahren in Indien ist ein Mythos, über den es gefühlt so viele Geschichten gibt, wie Einwohner im Land. Darum: selber ausprobieren. Wer nicht gerade mit einem prall gefüllten Geldbeutel nach Indien fährt, kann den Maharajas-Express vergessen und nimmt den normalen Personenzug, den die Inder auch nutzen. Tipp: Bucht am besten einige Zeit im Voraus, um stundenlanges Warten an indischen Bahnhöfen zu vermeiden. Von Deutschland aus kann man zum Beispiel die IRCTC-Züge (das ist die offizielle indische Zuggesellschaft) über die Website Cleartrip buchen – hat meine Indien-Reise definitiv um einiges erleichtert. Denn Zugfahren in Indien ist so schon aufregend genug. Auf welchem Gleis steht der Zug? Ging es in der unverständlichen Durchsage gerade um uns? Wo ist unser Abteil bei dem kilometerlangen Zug? Ich sage es Dir, es ist definitiv von Vorteil, direkt in sein Abteil einzusteigen – denn ein ‘Spaziergang’ durch den ganzen Zug – mit prall gefülltem Rucksack – ist bei den Menschenmengen schlichtweg unmöglich. Legt lieber einen kleinen Sprint am Bahnsteig ein – und weil es in Indien auch nicht außergewöhnlich ist, auf den fahrenden Zug aufzuspringen, sollte das kein Problem sein ;) Da ich zusammen mit einer Freundin gefahren bin und man als allein reisende Frau in Indien eh schon ein kleines Highlight für die Inder ist, haben wir die 2. Klasse im Zug gebucht, damit wir wenigsten ein klein wenig zur Ruhe kommen konnten. Das heißt nicht, dass wir nicht dauernd angestarrt wurden (daran gewöhnt man sich aber in Indien) – aber es ist eben nicht ganz so voll, wie in anderen Wagen des Zuges. Für eine Over-Night-Fahrt haben wir uns auch mal eine 1. Klasse gegönnt – da gibt es dann sogar Ventilatoren im Abteil. Generell ist Zugfahren in Indien langsam, laut, schwitzig, chaotisch, nervenaufreibend – und einfach nur großartig! Man sieht viel von der Landschaft, kommt extrem günstig von A nach B und hat das Gefühl, wenigstens ein bisschen in das “echte” indische Leben einzutauchen.

Zugfahren in Indien

Bahnhof Jaisalmer, Indien

In der Wüste schlafen

Einmal unter klarem Sternenhimmel in der Wüste schlafen – das war ein Traum, den ich mir in Indien endlich erfüllt habe. In der wunderschönen und sehr sehr heißen Wüstenstadt Jaisalmer ging es los in die Wüste Thar, die an der Grenze zu Pakistan liegt. Nach einer etwa zweistündigen Kamel-Tour schlugen wir unsere Lager auf. Unsere Guides kochten über offener Flamme ein traditionelles indisches Abendbrot, während wir den Sonnenuntergang genossen. Mit dem Eintritt der Dunkelheit gab es noch einen heißen Chai-Tee und volkstümliche Wüstenmusik von unseren indischen Begleitern, bevor wir unter die Decken auf unseren Feldbetten krochen. Ein einzigartiges Panorama war das, was uns der Himmel dort bot. Die komplette Dunkelheit legte ein Himmelszelt frei, wie ich es noch nie gesehen hatte. Ebenso faszinierend: die Sonne, die in der Früh über die gelben Sanddünen kriecht, sie in ein rosarotes Licht taucht und die Kühle der Nacht verschwinden lässt.

Wüste Thar, Indien

Ein Disko-Tuk-Tuk finden

Tuk Tuk fahren ist eh schon ziemlich cool, wenn man sich auf den indischen ‘Verkehr’ einlassen kann und sich nicht die ganze Zeit verkrampft am Sitz festhält. Wichtig: Immer vorher darauf achten, dass der Fahrer ein funktionierendes Taxameter hat UND dieses auch benutzt. Für lange Strecken oder wenn Du den Fahrer den ganzen Tag buchen willst, mache auf jeden Fall einen Festpreis ab. Wenn Du nicht verhandelst, hast Du schon verloren. Wie das geht? Frage den Fahrer nach dem Preis. Biete im höchstens die Hälfte von dem an, was er will. Trefft Euch ungefähr in der Mitte. Ganz wichtig: Beim Aussteigen sagen die Fahrer gerne noch mal einen anderen Preis als vereinbart: weil so viel Verkehr war, er einen längen Weg fahren musste, Parkgebühren dazu gekommen sind, das Benzin in der letzten Stunde teurer geworden ist oder oder oder. Alles Quatsch, Du zahlst den vereinbarten Preis und nicht mehr. Das ist aber eher eine Sache des Prinzips. Generell ist Tuk-Tuk-Fahren für uns Europäer immer noch extrem günstig – wenn Du mit Deinem Fahrer also den ganzen Tag unterwegs bist und ihr Euch gut versteht, freut er sich sehr über ein ordentliches Trinkgeld. So, und jetzt zum Disko-Tuk-Tuk. Wenn du Glück hast, erwischt Du ein Gefährt, das nicht nur wunderbar geschmückt, sondern hinten auch eine richtig dicke Anlage mit ordentlich Bass eingebaut hat – so wird die Stadtrundfahrt erst richtig lustig. Da man die lustigen Gefährte nicht sonderlich gut im Straßenverkehr ausmachen kann, frage mal in Deinen Unterkünften nach. Wir haben unseren Disko-Fahrer in Jaipur von unserem Hotelier in Agra empfohlen bekommen – seine Nummer habe ich übrigens noch, falls Du mal in Jaipur unterwegs bist.

Tuk Tuk in Indien

Sich auf Land und Leute einlassen

Klingt banal, ist es aber nicht. Kaum eine Kultur unterscheidet sich so sehr von unserer, als die der Inder. Hier einen Kulturschock zu erleiden, gehört für jeden Indienbesucher dazu (außer er setzt sich nur in den klimatisierten Touri-Bus und betrachtet Indien durch eine leicht verdreckte Fensterscheibe). Das Essen schmeckt gar nicht so wie hier beim Inder um die Ecke, sondern pustet einem fast den Rachen weg? Es riecht gar nicht nach frischen Blüten und würzigem Curry, sondern nach Abfall und Verrottung? Statt tanzender Schönheiten in schimmernden Kostümen begegnen einem viel mehr bettelnde Kinder in zerrissenen Fetzen? Willkommen in Indien. Ich will jetzt niemandem Angst machen – Indien ist definitiv ein wunderschönes Land, aber es ist auch laut, schmutzig, extrem voll und manchmal sehr sehr traurig. Übe Dich in Demut und versuche mal, wirklich mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Das ist nicht einfach, da die Inder mit ‘uns Weißen’ fast ehrfürchtig umgehen und sich zunächst nicht trauen, viel zu sprechen. Wenn man ihnen aber zeigt, dass man Interesse an ihrem Land und ihren Gepflogenheiten hat, erfährt man spannende Geschichten. Und plötzlich ist Dein Tuk-Tuk-Fahrer eben nicht mehr nur einer von über einer Milliarde Inder, sondern er ist ein junger Mann aus Sri Lanka, der sein Disko-Tuk-Tuk fährt, um nach fünf Jahren endlich mal wieder seine Eltern in der Heimat besuchen zu können.

Inder in Delhi

Mumbai von oben, Indien

Absurditäten genießen

In Indien passieren einem schon viele Sachen, die in den meisten Teilen der Welt schlichtweg unfassbar sind. Seien es Kühe auf offener Straße, Fremde, die einen unbedingt fotografieren wollen und durch einen ganzen Tempel verfolgen oder absurde Werbungen und Video-Clips, die so gar nicht zu der konservativen Strenge des Landes passen. Egal wo Du bist, mache die Augen auf und sauge diese ganzen herrlichen Absurditäten in Dir auf. Denn gegen den alltäglichen Irrsinn Indiens wirkt unser Leben zu Hause doch ganz schön langweilig.

Kuh in Indien, Jaipur

Taj Mahal, Indien

Werbeplakat in Indien

Teile den Post mit Deinen Freunden!
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone
Restauranttipps Hamburg

Die besten Restaurants in Hamburg

Für mich ist Essengehen ein echter Hochgenuss. Sich nicht selber in die Küche stellen zu müssen, in einem anderen Ambiente zu speisen und vor allem Gerichte zu probieren, die man sich vielleicht nie selber kochen würde – das ist für mich ein großes Stück Lebensqualität und purer Luxus. Gerade in anderen Ländern kann man durch die Küche der Kultur ein ganzes Stück näher kommen, aber auch in meiner Heimat finde ich es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich Gastronomen ihre Vorstellung von einem tollen Restaurant umsetzen. Ich bin nämlich Freund von einem guten Gesamtkonzept: Das heißt nicht, dass ein Lokal bis in die letzte Ecke durchgestylt sein muss – im Gegenteil. Aber mir ist es wichtig, dass die Komposition aus visueller Gestaltung, Essen und Service harmoniert und ein stimmiges Gesamtbild ergibt, an das ich mich gerne erinnere. Ich freue mich immer wieder, ein interessantes neues Restaurant in Hamburg zu finden – und obwohl ich schon viele ausprobiert habe, gibt es noch zahlreiche Restaurants, die Hamburg zu bieten hat, die noch auf meinen Besuch warten.

Eine Liste mit meinen Lieblingscafés zum Frühstücken habe ich Euch ja schon zusammengestellt, hier folgen nun meine liebsten Restaurants in Hamburg – to be continued…

Brüdigams

Ein Mix aus Vintage-Designerstühlen, tausenden Kochbüchern aus aller Welt, einem authentischen Spitzenkoch und sehr freundlichem Service – das ist das Brüdigams in Eimsbüttel (Eppendorfer Weg 98). Die Qualität der Speisen ist hervorragend, das Preis-Leistugnsverhältnis ein Knaller. Das Ambiente schwankt zwischen Wohnzimmer und schickem Restaurant, sodass man sich sowohl mit einer Gruppe von Freunden als auch mit seinen Eltern hier rundum wohl fühlt. Frank Brüdigam, der sogar schon für Lady Di gekocht hat, verwirklicht in seinem Restaurant einen Lebenstraum – und seine Leidenschaft für die Zutaten schmeckt man in jedem einzelnen Gericht. Die regionale Küche ist von den Reisen des Koches durch die ganze Welt geprägt, sodass eine spannende Fusion aus unterschiedlichen Geschmäckern entsteht. Wählt auf jeden Fall ein 3-Gänge-Menü und fragt ruhig auch mal beim Koch nach, was er sich bei den Kompositionen gedacht hat.

Restaurant Brüdigams, Hamburg

Restaurant Brüdigams, Hamburg

Krug

Urig und zum Verweilen – das trifft perfekt auf das Hamburger Restaurant ‘Der Krug’ zu (Paul-Roosen-Straße 35). Der Wein kommt – wie der Name schön verrät – im Krug und schmeckt zu der ausgewählten regionalen Küche, die zwischen gutbürgerlich und feiner Kochkunst fusioniert, einfach hervorragend. Die wechselnde Karte ist klein, was die Auswahl erleichtert und trotzdem ist für alle, auch Vegetarier, immer etwas dabei. Neben dem Essen überzeugt vor allem die gemütliche Atmosphäre: rustikale Holztische, eine traditionelle Bar, die offene Küche. Vor den großen Fensterläden, die im Sommer zur Straße hin geöffnet werden, rankt der Efeu und ein bisschen fühlt man sich wie im Urlaub im Süden des Landes.

Der Krug, Restaurant Hamburg

Der Krug, Restaurant Hamburg

Kuchnia

Ihr liebt die osteuropäische Küche und habt mal wieder Lust auf Borscht, Pierogi und Blinis? Dann seid ihr im Kuchnia in St. Pauli (Talstraße 87) genau richtig. Dazu gibt es ausgezeichneten Birkenwodka oder köstliche Sanddornbrause. Die Einrichtung ist eine Mischung aus traditioneller polnischer Suppenküche und unaufgeregtem St-Pauli-Hipstertum, perfekt für einen Abend mit guten Freunden.

Restaurant Kuchnia, Hamburg

Restaurant Kuchnia, Hamburg

Jellyfish

In Hamburg gibt es natürlich einige Restaurants, die Fisch servieren, aber im Jellyfish (Weidenallee 12 ) sind die Gerichte immer mit ein bisschen Kunst verbunden. Die Kreationen von Küchenchef Nils Egtermeyer sehen so hübsch aus, dass man sie kaum aufessen mag. Sollte man aber – denn die Fischgerichte sind sehr fein abgeschmeckt und eine einzige Gaumenfreude. Die Einrichtung ist eine Mischung aus nordischer Zurückhaltung und rustikalen Holzmöbeln, die perfekt zu der eleganten Küche passt. Unbedingt auch mal das Mittagsmenü probieren!

Restaurant Jellyfish, Hamburg

Restaurant Jellyfish, Hamburg

Teile den Post mit Deinen Freunden!
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone
Weltlust Blog

Warum wir JETZT anfangen müssen, unsere Träume zu verwirklichen

Wir denken immer, dass wir noch Zeit haben. “Das mache ich morgen.” “Dafür ist später noch Zeit.” Aber können wir uns da sicher sein? Mir ist schon klar, dass wir nicht alle sofort in den nächsten Flieger steigen und uns den Traum von einer Weltreise, dem Tauchschein, dem Surf-Kurs erfüllen können – wir leben ja immer noch in der Realität und nicht in einem Paralleluniversum, in dem wir steinreich sind und alle Zeit der Welt haben. Wenn ich sage, dass wir anfangen müssen, unsere Träume zu erfüllen, meine ich damit, dass wir im Kopf umschalten müssen. Du wolltest schon immer Mal nach Australien? Dann fange jetzt an, Dir einen realistischen Plan zu machen, zu sparen und Dir einen konkreten Zeitpunkt zu überlegen. Die Idee für Dein eigenes Start-Up schwirrt schon seit Monaten in Deinem Kopf herum? Dann mache heute noch einen Beratungstermin und schreibe einen Business-Plan. Wenn Du es nicht in die Hand nimmst, dann passiert auch nichts!

Wir verbringen viele Stunden mit unnötigen Dingen, mit fernsehen, rumsitzen, mit ziellosem rumsurfen im Internet. Das ist nicht unbedingt schlecht, denn jeder Mensch braucht Pausen, in denen der Kopf einfach mal im Off-Modus sein darf, aber unsere gelegentliche Faulheit darf keine Überhand nehmen. Wir verschwenden oft unsere Zeit damit, zu überlegen, OB wir etwas machen, anstatt WIRKLICH etwas zu verändern. Es ist natürlich auch viel bequemer, sich ständig über unser unerfülltes Leben zu beschweren, als aus dem Trott auszubrechen und loszulegen.

Weltlust Blog

Ob es mir immer gelingt, alle meine Träume in die Tat umzusetzen? Auf gar keinen Fall. Aber ich versuche, mir regelmäßig vor Augen zu führen, was ich wirklich in meinem Leben will und was ich verändern muss, um glücklicher zu sein. Kleine Schritte reichen meist schon aus, um den Blickwinkel ein bisschen zu verändern und den großen Traum in den Fokus zu rücken. Konzentriere Dich auf Dein Ziel aber lasse Dich nicht irritieren, wenn hin und wieder ein ungeplanter Abstecher dazwischen funkt. Wie beim Reisen erlebt man doch meist die spannendsten Dinge, wenn man ein wenig vom Weg abkommt.
Das Wichtigste: Bleib offen, bleib neugierig, bleib abenteuerlustig, mutig und frei.

Weltlust Blog

Keine Ausreden mehr! Dein Job nervt Dich seit Monaten? Dann kündige! Dein Partner und Du streitet Euch nur noch? Dann lasst einander gehen. Du planst seit Jahren eine Weltreise in Deinem Kopf? Dann buche verdammt nochmal den Flug! Wenn Du es nicht für Dich tust, wer dann? Wir wissen nicht, wie unsere Zukunft aussieht, was uns noch in unserem Leben erwartet und wie viele Möglichkeiten wir noch haben werden. Darum fange an, sie zu nutzen. Jetzt.

Teile den Post mit Deinen Freunden!
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone
Fallschirmspringen in Taupo, Neuseeland

Von der Kunst des Loslassens oder warum jeder mal aus einem Flugzeug springen sollte

Mit Ende Zwanzig (und wahrscheinlich auch weit darüber hinaus) besteht unser Leben meist aus einem einigermaßen stabilen Konstrukt aus Job, Wohnung, Freunden und Familie. Wir fühlen uns ziemlich sicher, eingebettet in einen Lifestyle zwischen Vernunft und Exzess, fühlen uns noch einigermaßen jung und doch schon ganz schön erwachsen. Manchmal aber auch einfach ziemlich durchschnittlich. Das Gefühl, mehr zu wollen, scheint jedem Endzwanziger tagtäglich durch den Kopf zu schwirren, doch in der Umsetzung tun wir uns alle ziemlich schwer. Warum? Weil es hart ist, loszulassen, sich etwas zu trauen, seine Ängste zu überwinden und für sich selbst einzustehen. Das gilt für unseren Job, in dem wir nach der anfänglichen Euphorie nur noch mittelmäßig glücklich sind, unsere Beziehungen, bei denen sich vielleicht zu viel Routine eingeschlichen hat, unsere Heimatstadt, die uns vielleicht langsam langweilt. Sind wir nicht eigentlich verpflichtet, die vielen Möglichkeiten zu nutzen, die uns das Leben darlegt?

Loslassen birgt Risiken, schnürt uns manchmal den Atem ab und lässt uns beim reinen Gedanken daran erzittern – und doch tut es so gut. Einmal losgelassen wird alles um uns herum leichter, unbeschwerter und macht plötzlich wieder viel mehr Sinn – das gilt vor allem beim Reisen. Wenn wir unterwegs sind, werden wir viel öfter als im “normalen” Leben vor Herausforderungen gestellt, manchmal stürzen wir uns ihnen auch nahezu entgegen, ohne groß darüber nachzudenken. So erging es mir zum Beispiel in Neuseeland, als ich gemeinsam mit einer Gruppe in Taupo Halt machte. “Toll, hier kann man Fallschirm springen”, tönte es aus einer Ecke. “Ich bin dabei”, hörte ich mich innerhalb von Sekunden sagen und wollte mir im gleichen Moment direkt eine scheuern. Mein großes Problem ist, dass ich keine Rückzieher mache. So kam ich also nicht umher, mich am nächsten Tag in einen schicken Anzug zu werfen (und man merke, mein Figur-Typ und Fallschirm-Anzüge harmonieren mittelmäßig miteinander) und in das kleine Sportflugzeug zu steigen.

Fallschirmspringen in Taupo, Neuseeland

Was soll ich sagen – der Sprung war fabelhaft. Die Welt sieht plötzlich klitzeklein aus, wenn man sie aus einer neuen Perspektive betrachtet und die Mischung aus Angst, Adrenalin und Freudentaumel ist einzigartig. Nicht zu unterschätzen: der Stolz auf sich selbst, wenn man etwas gewagt hat. Wenn man eben einfach mal losgelassen hat. Die Sekunden des freien Falls ziehen gleichzeitig blitzschnell und trotzdem wie in Zeitlupe an einem vorbei, selten war ich so sehr bei mir, wie in diesem Fall-Moment. Und das obwohl ich so eng an meinem Tandem-Partner dran hing, das nicht mal ein Blatt Papier zwischen uns gepasst hätte. Dieser Mann – Albert hieß er übrigens – hatte im Prinzip mein Leben in der Hand, doch nicht eine Sekunde lang hinterfragte ich diese ungewöhnliche Situation, und das, obwohl ich für gewöhnlich ungerne Verantwortung abgebe.

Bei meinem Sprung aus dem Flugzeug habe ich die Verbindung von Loslassen und Vertrauen erkannt. Egal, an welchem Punkt wir in unserem Leben stehen und egal, wie ängstlich wir dem Moment des Loslassens entgegenblicken: Am Ende wird alles gut. Manchmal müssen wir uns eben mal aus einem Flugzeug stürzen, um zu unserem Urvertrauen zurück zu finden.

Teile den Post mit Deinen Freunden!
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone
Frühstück in New York

Frühstück in New York – hier musst Du hin!

Ich gehe gerne frühstücken – überall auf der Welt. In New York aber, wo Big City Life und kulinarische Extraklasse aufeinander treffen, genieße ich besonders gerne das morgendliche Treiben. Meine aktuellen Top 5 für ein Frühstück in New York habe ich für Euch mal näher unter die Lupe genommen.

 

Little Collins in Midtown

Das Little Collins ist ein echtes Midtown-Highlight. In der Lexington Avenue, zwischen 55th und 56ht, wo es sonst oft ein wenig gediegener zugeht, strömen die Menschen am Morgen in den kleinen Laden, um mit ein wenig australischem Flair in den Tag zu starten. Hier ist es eng, geschäftig und man hat immer was zu gucken, wenn die schicken Midtown-Businessmen ein wenig Hipster-Luft schnuppern.

Mein Frühstücks-Favorit: “The Smash” – Toast mit Avocado-Feta-Aufstrich, mit Chiliflocken und gerösteten Kürbiskern. Darüber lasst Euch noch ein Spiegelei legen (Sunny Side Up) und ihr habt das perfekte amerikanisch-australische Frühstück.

Little Collins, New York

Two Hands in Little Italy

Noch ein Australier unter den New Yorker Cafés – und das sieht man nicht nur bei der Einrichtung oder weil Hugh Jackman hier öfter vorbei schaut. Auch die Bedienungen kommen aus dem Surfer-Paradies und begrüßen einen mit einem charmanten “G’day, how ya goin'”. Bei dem Aussehen der Herschafften wie aus dem Surfer-Bilderbuch verzeiht man ihnen schon auch mal ein wenig längere Wartezeiten, als sonst in New York üblich. Und der Flat White schmeckt wirklich original wie in Down Under.

Mein Frühstücks-Favorit: Avocado-Toast mit gerösteten Tomaten und Bananenbrot mit Ricotta – lecker!

 Egg in Williamsburg

Ja, auch im Egg im angesagten Williamsburg muss man ein wenig warten, bis man einen Tisch bekommt – und das obwohl es den Laden schon ein paar Jahre gibt, was bei der New Yorker Halbwertzeit von Popularität schon beeindruckend ist. Und das Warten lohnt sich. Während man sich mit bestem French-Press-Coffee auf sein Frühstück freut, kann man nach Herzenslust mit den Wachsmalern auf den Papiertischdecken kritzeln.

Mein Frühstücks-Favorit: Eggs Rothko – eine spezielle Zubereitungsart, bei der aus dickem Vollkorntoast die Mitte ausgestanzt wird. Darein kommt das Ei, darüber Käse – die perfekte Kombination. Dazu gibt es gegrillte Tomaten und Kale (gab´s im Egg übrigens schon, bevor es in der ganzen Stadt super angesagt war) – ein Traum.

Egg, New York

 

The Jeffrey im West Village

Wenn man es genau nimmt, ist das Jeffrey eigentlich eher eine Oyster Bar und besonders nach Feierabend bei den Bewohnern des West Village beliebt. Aber ich liebe den Laden auch zum Frühstück – weil er so schön entspannt ist, man nicht auf einen Tisch warten muss und The Jeffrey genauso aussieht, wie ich meine Bar einrichten würde, wenn ich denn eine hätte: viel Holz, große Tafeln, hunderte Flaschen im Regal. Der Kaffee ist stark und gut und es gibt Refill ohne Ende – ein großes Plus. Außerdem bekommt man nicht sofort die Rechnung untergeschoben, sobald der Teller leer ist.

Mein Frühstücksfavorit: Das Quinoa mit Rosinen und Ahornsirup war köstlich, aber von dem Chocolate Hazelnut Croissant schwärme ich heute noch.

The Jeffrey, New York

Clinton Street Baking Company in der Lower East Side

Wenn ich in New York bin, sind Pancakes einfach Pflicht – und meine bisherigen Lieblinge habe ich in der Clinton Street Baking Company gefunden. Außerdem hat der Laden die perfekte Größe: Es gibt Platz für 32 Gäste, sodass man viel zu gucken hat und es trotzdem nicht zu wuselig wird.

Mein Frühstücks-Favorit: Pancakes with Warm Maple Butter and Wild Blueberries oder Chocolate Chunks (oder beidem, wenn ihr Euch richtig was gönnen wollt). Auch sehr lecker, wenn es keine Pancakes sein sollen: das Buttermilk Biskuit Sandwich.

 

Teile den Post mit Deinen Freunden!
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone
Hansestadt Hamburg

Hamburg entdecken – mit Waterkant Touren

Manchmal, wenn ich länger nicht gereist bin, werde ich ein wenig ungnädig mit meiner Heimat. Obwohl ich es mit dem zauberhaften Hamburg ganz schön gut getroffen habe, nervt mich die Stadt dann und ich habe das Gefühl, jeden Tag nur das gleiche zu sehen. Dabei ist das allein meine Schuld, denn Hamburg hat so viel mehr zu bieten als die paar Orte, die ich regelmäßig aufsuche. Darum ist es manchmal wichtig, einen Schritt zurück zu treten und seine Stadt aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Aus diesem Grund habe ich mir die Touristen-Brille aufgesetzt und Besucher in meiner eigenen Stadt gespielt. Da ich die typischen Doppeldecker-Bustouren schon etliche Male mit Freunden aus dem Ausland gemacht hatte, wollte ich etwas Neues ausprobieren. Etwas Besonderes. Zu meinem großen Glück gibt es da seit Kurzem eine spannende Alternative zu der Touri-Massenabfertigung: Waterkant Touren. Bei dieser etwas anderen Hamburg-Tour zeigen die Gründer Jan und Steffen ihre persönlichen Hotspots abseits vom Mainstream – und statt mit 100 anderen Gästen in einem riesigen Bus wird man bei Waterkant mit Jolante, einem zauberhaften alten VW-Bulli durch die Stadt chauffiert. Kleine Gruppen, mehr Persönlichkeit, mehr Hamburg – das ist das authentische und individuelle Konzept der Jungs.

Waterkant Touren

Treffpunkt für die vierstündige Tour ist die U-Bahn-Station Hafencity/Universität, wo mit der Lichtershow gleich das erste Highlight wartet, das ich in meinen letzten Jahren in Hamburg bisher immer verpasst habe. Punkt 1 auf meiner Merkliste: Dem Hamburger Untergrund mehr Beachtung schenken!

U Bahn Station Hafencity/Universität, Hamburg

Mit dem schnuckeligen T3 geht es dann durch die Speicherstadt, die Hafencity und über die Elbbrücken. Vorbei an imposanten Containern und grüßenden Hafenarbeitern legen wir auf der anderen Elbseite einen Stopp ein, um den Ausblick auf die Hamburger Skyline zu genießen. So viel zum Thema Perspektive: Ich merke, dass ich viel öfter mal “die Seite wechseln” muss, um die pure Schönheit meiner Stadt zu erkennen.

Skyline Hamburg

Waterkant Touren, Hamburg

Weiter geht’s nach Wilhelmsburg wo wir vom Dach des Energiebunkers eine weitere zauberhafte 360-Grad-Aussicht auf Hamburg haben. Wieso war ich hier noch nie? Noch ein Punkt für die Merkliste: Wilhelmsburg erkunden und im Bunker-Café frühstücken gehen.

Energiebunker Wilhelmsburg, Hamburg

Beim nächsten Halt geht es an den Strand. Ja, wir Hamburger lieben unseren Elbstrand und sobald uns für ein paar Stunden die Sonne mit ihrer Anwesenheit beehrt , stürmen wir herbei. Fühlt sich schließlich immer ein bisschen wie Urlaub an. In der Strandperle, auch so eine Hamburger Institution, werden wir von den Waterkant-Jungs kulinarisch mit – wie könnte es anders sein – Fischbrötchen versorgt. Verdammt, dafür dass ich am Hafen wohne, esse ich viel zu wenig Fisch. Ab auf die Liste damit.

Elbstrand, Hamburg

Strandperle, Hamburg

Fischbrötchen, Strandperle, Hamburg

Mit der HVV-Fähre geht es zurück zu den Landungsbrücken, wo Jolante schon auf uns wartet, um uns ins Schanzenviertel zu bringen. Und hier gibt es dann zum krönenden Abschluss Bier. Ja, Hamburg mag vielleicht nicht als größte Brauerei-Metropole bekannt sein, aber das wird sich sicher ändern. In der Ratsherrn Brauerei, die wir besichtigen, schaffen sie es nämlich, dass sogar ich von der Bierprobe begeistert bin. Und ich mag kein Bier. Ich merke mir also: Wiederkommen und Bier für alle meine Freunde kaufen. Und vielleicht auch eins für mich.

Ratsherrn Brauerei, Hamburg

Hier endet die Tour und ich bin glücklich, satt und minimal beschwippst – was will man mehr von einem perfekten Tag in Hamburg? Die Jungs von Waterkant haben mit ihrer Tour etwas geschafft, was ich seit einiger Zeit vermisst habe. Sie haben mir meine Heimat aus ganz neuen Blickwinkeln präsentiert, haben mich wieder neugierig gemacht und mir gezeigt, dass ich hier, wo ich zu Hause bin, noch so viel zu entdecken habe. Offensichtich braucht jede alte Liebe manchmal eine kleine Erfrischung und ein bisschen neuen Input – danke Jan, Steffen und Jolante, durch Euch habe ich habe mich wieder ganz neu in Hamburg verliebt.

Teile den Post mit Deinen Freunden!
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone
Flug über Wien

5 Tipps gegen Flugangst

Ich fliege, seit ich klein bin. Schon meine Eltern sind gerne gereist, also war es klar, dass wir Kinder mit ins Flugzeug steigen. Ich fand das super – bis ich in die Pubertät kam. Ob es nun Verlustängste oder persönliche Befindlichkeiten waren: Zwischen elf und vierzehn verbrachte ich die meisten Flugstunden heulend und zitternd neben meiner Mama und zerquetschte ihr die Hand. Bis heute bin ich meinen Eltern dankbar, dass sie mich überhaupt noch mitgenommen haben. Als ich mit achtzehn Jahren das erste Mal alleine flog, wurde es tatsächlich besser – wahrscheinlich auch, weil ich mir vor den anderen Fluggästen nicht die Blöße geben wollte. Schluchzen und hyperventilieren funktioniert auch viel besser, wenn man einen mitleidigen Zuhörer hat. Ich dachte also, ich hätte meine Flugangst überwunden. Als ich aber 2011 auf Weltreise war und so viele Flüge wie lange nicht antrat, war es wieder da: das flaue Gefühl im Magen, die schwitzigen Hände, die Schnappatmung, die Spannung im ganzen Körper. Doch da ich dem Reisen längst mit Haut und Haar verfallen war, war es einfach keine Option, das Fliegen bleiben zu lassen. Um nicht jede Reise mit einem kleinen Nervenzusammenbruch zu beginnen, habe ich für mich Techniken entwickelt, wie ich meiner Flugangst entgegenwirke. Und auch wenn mir bis heute bei stärkeren Turbulenzen das Herz in die Hose rutscht, kann ich mit der Angst inzwischen deutlich besser umgehen.

Hier sind meine 5 Tipps gegen Flugangst!

Routinen

Gerade für Langstreckenflüge habe ich genaue Routinen, die ich immer einhalte. Sobald ich sitze, ziehe ich erst Mal meine Schuhe aus und dicke Wollsocken an. Dann klicke ich mich durch das Bordprogramm und suche mir schon einen Film aus, den ich schauen möchte. Der erste Film läuft bereits beim Start und während des Essens. Nach dem Essen und dem Film gehe ich Zähne putzen und mich abschminken – egal welche Uhrzeit wir gerade haben. So signalisiere ich meinem Körper: Es ist Schlafenszeit. Es folgen die Schlafmaske und das Musikprogramm – vorwiegend Adele und Bon Iver. Ich zwinge mich dann, ein paar Stunden zu ruhen, so gut es eben klappt. Augen zu ist ja auch schon Erholung. So fühle ich mich beim „Aufstehen“ wenigstens einigermaßen fit. Wenn ich dann auf die verbleibende Flugzeit schaue und diese unter zwei Stunden liegt, bin ich direkt bester Laune.

Anspannen – Entspannen
Es klingt banal, aber diese simple Übung hilft mir wirklich ungemein. Gerade kurz vor dem Start verkrampft sich mein Körper so stark, ohne dass es mir bewusst ist – kein Wunder, wenn mir nach dem Flug alles weh tut. Sobald mir also auffällt, dass ich meine Muskeln anspanne, mach ich es ganz bewusst. Ich spanne an, halte acht Sekunden und entspanne sie genauso bewusst und konzentriert. Diese Übung wiederhole ich einige Male und merke, wie sich mein Körper dabei beruhigt. Ebenso hilfreich ist die 4-7-8-Atemtechnik: 4 Einheiten eintatmen, 7 Einheiten halten, 8 Einheiten ausatmen. Diese Technik beruhigt und fährt den Puls runter – funktioniert auch super zum Einschlafen.

Über die Angst sprechen
Ist Euch schon mal aufgefallen, dass die eigenen Ängste oft kleiner erscheinen, wenn jemand um einen rum noch mehr Angst hat? Beim Fliegen ist mir das aufgefallen, als ein zitternder 100-Kilo-Muskelmann neben mir saß und starr nach vorne starrte. Ihn zu beruhigen hat mich so locker gemacht, dass ich den ganzen Flug tiefenentspannt war. Doch manchmal bin eben auch ich „das Problem“ und dann lasse ich meine Sitznachbarn (ob sie wollen oder nicht) daran teilhaben. Gerade wenn man alleine fliegt, ist es so hilfreich, einfach mit jemandem sprechen zu können, wenn Turbulenzen mal wieder das ganze Flugzeug durchrütteln. Ihr habt Sorge, Euren Sitznachbarn zu nerven? Ganz ehrlich, die meisten Personen kümmern sich gerne um ihre Mitmenschen, denen es gerade nicht so gut geht – das liegt einfach in unserer Natur. Und man merkt schon schnell, wenn es dem Gegenüber doch zuviel wird.
Ein Tipp, den mir The Happy Jetlagger gegeben hat: Weiht die Stewardessen ein: Ängste teilen hilft und man fühlt sich gleich besser aufgehoben, weil man eben nicht mehr ganz so anonym unterwegs ist.

Tabletten
Ja, es ist wahrscheinlich nicht die allerbeste Lösung, aber manchmal, wenn ich schon vor dem Flug extrem nervös bin, greife ich auf medizinische Hilfsmittel zurück. Ich hab es natürlich schon mit diversen Naturheilmitteln wie Baldrian und Co. probiert, so richtig funktioniert hat das aber nie. Mir hilft das Beruhigungsmittel Dormicum ganz gut, es muss Dir aber von Deinem Arzt verschrieben werden. Am besten hilft bei mir Vomex: das ist eigentlich gegen Übelkeit (was ja oft auch mit der Flugangst einher geht), es macht einen aber auch ein wenig duselig und schön müde. Ganz wichtig: Mixt die Medikamente auf keinen Fall mit Alkohol, das kann echt daneben gehen.

Technik verstehen
Wenn ich von meiner Flugangst erzähle, kommt immer irgendwann der gleich Satz „Aber Fliegen ist doch das sicherste Transportmittel“. Ja, ich weiß, ich habe die Studien auch gelesen. Trotzdem ist es immer wieder komisch für mich, dass ein so riesiges, schweres Flugzeug einfach durch die Luft fliegen kann. Das widerspricht einfach jedem (meinem) logischen Denken – vor allem, wenn man keine Ahnung von Technik hat. Als ich jünger war, hat mein Papa – der ist Physiker – mir genau erklärt, wie ein Flugzeug funktioniert. Ich gebe zu, alles ist bis heute nicht hängen geblieben, aber es hilft definitiv zu wissen, warum zum Beispiel Luftlöcher entstehen oder wie ein Flugzeug überhaupt in der Luft bleiben kann. Es wird also Zeit, mal wieder ein bisschen was dazu zu lernen!

Habt ihr auch Flugangst? Dann erzählt mir doch, wie ihr damit umgeht!

Teile den Post mit Deinen Freunden!
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone
Schee, Köln

Stadtspaziergang: Tipps für einen Tag in Köln

Ein Tag in Köln

Ach Köln, ich mag Dich. Wenn man als Norddeutscher in die rheinische Metropole kommt, ist das ein bisschen wie ein soziales Power-Retreat. Überall wird man mit offenen Armen empfangen, in jedem Shop, jedem Café kommt man mit Fremden ins Gespräch, nirgendwo in Deutschland fühlt sich ein Tag alleine so sehr wie ein Familientreffen an. So sehr ich mein Hamburg und seine Bewohner liebe – da können wir echt noch was lernen. Doch nicht nur die Menschen in Köln sind toll, man kann hier auch so wunderbar bummeln, shoppen und lecker essen. Heute zeige ich Euch, wo ich mich in Köln am liebsten herumtreibe.

Frühstück

Ich liebe die Metzgerei Schmitz in der Aachener Straße ebenso wie den dazugehörigen Salon Schmitz und die Eisdiele. Neben der authentischen und stylischen Einrichtung und dem interessanten Publikum schmeckt es hier auch einfach wunderbar. Von den üppigen Frühstückstellern, bis zur Quiche und den hausgemachten Salaten – am besten kommt ihr mehrmals am Tag her, um alles probieren zu können.

Metzgerei Schmitz, Köln

Bummeln und Shoppen im Belgischen Viertel

Nach dem Frühstück geht es gestärkt durch das Belgische Viertel, einem Szenebezirk von Köln, der – trotz hoher Hipster-Dichte – sehr entspannt ist und noch nicht bis in die letzte Straßenecke durchgestylt ist. Schlendert von der Aachener Straße die Brüsseler Straße entlang bis zum Brüsseler Platz, lasst Euch treiben und erkundet die Gegend. In der Maastrichter Straße findet ihr den wunderschönen Laden Schee – ein Paradies für Freunde von Papeterie, Siebdrucken, Typographien und Grafiken.

Schee, Köln

Weiter geht es von dort in die Ehrenstraße, wo sich viele spannende Shops aneinader reihen. Interior-Fans werden sicher beim neueröffneten Granit (aus Schweden) fündig, für Liebhaber der Fotografie empfehle ich den Yellow Korner – die Galerie habe ich vor ein paar Jahren in Paris entdeckt und inzwischen gibt es zum Glück auch einen Laden in Deutschland.

Kunst in Ehrenfeld

Galerie Ehrenfeld, Köln

Wer auf kleine Galerien mit ungewöhnlichen Ausstellungen steht, ist in der Körnerstraße in Ehrenfeld richtig aufgehoben. Besonders gefallen haben mir im Rahmen des Design Parcours Ehrenfeld im Januar 2015 der Bunker K101 und K18 | K30. Aktuelle Programme findet ihr auf der Seite vom Design Quartier Ehrenfeld. Wenn ihr hier noch Lust auf einen Kaffee bekommt, schaut im Van Dyck vorbei – sehr stylisch und extrem guter Kaffee!

Café Van Dyck, Köln

Abendessen

In Köln gibt es viele gute Restaurants, aber ich stelle ich heute meine zwei Lieblinge vor. Der Belgische Hof in der Brüsseler Straße ist urgemütlich und sehr sehr lecker – die Flammkuchen sind der Hammer. Probiert unbedingt mal eine außergewöhnliche Kombi, wie Roquefort, rote Zwiebeln und Kürbis. Mein absolutes Highlight dort ist aber der gemischte französische Vorspeisenteller – soviel Variation habe ich selten gesehen.

Belgischer Hof, Köln

Ein wenig gehobener, aber trotzdem sehr entspannt und unaufgeregt ist das Restaurant Maibeck direkt am Rheinufer. Das Einrichtungskonzept ist klasse, die Zutaten sehr fein ausgewählt und zusammengestellt – meine No. 1-Empfehlung für besondere Anlässe!

Restaurant Maibeck, Köln

Übernachten

Ihr wollt über Nacht in der reizenden Rhein-Stadt bleiben? Dann hab ich noch einen super Hoteltipp für Euch. Meistens komme ich auf meinen Deutschland-Touren privat unter, aber letztens hatte ich das Glück, im Hotel Marsil zu nächtigen – ich war lange nicht mehr so begeistert von einem Hotel. Nicht nur dass die Besitzer ganz zauberhaft sind, hier schon Promis wie Nora Tschirner und Oliver Koritke zu Gast waren, die Einrichtung der Zimmer toll durchdacht und sehr stylisch und die Lage direkt am Neumarkt unschlagbar ist, hat das Hotel mit zugehöriger Bar und Galerie etwas, das ich heutzutage in vielen Städtehotels vermisse: Charme – und das ohne Ende.

Hotel Marsil, Köln

Ihr habt noch mehr tolle Tipps für Köln? Immer her damit!

Teile den Post mit Deinen Freunden!
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone